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Gelee royale, Propolis & Blütenpollen

Neben Honig und Bienenwachs, die sicherlich bekanntesten Produkte die uns unsere Bienen bescheren, werden auch die drei "Abfallprodukte" von vielen Menschen sehr geschätzt. Dabei ist das Wort Abfallprodukt gerade bei Gelee Royale sicher fehl am Platz. Doch dazu später mehr.
Allen Drei ist gemeinsam, dass ihnen gesunde und heilbringende Inhaltsstoffe nachgesagt werden. Dies stimmt zumindest zum Teil.

Gelee royale

Gelee royale wird in der Imkerfachsprache auch als Weiselfuttersaft (Weisel=Königin) oder Bienenköniginnenfuttersaft bezeichnet. Die Bienen selbst produzieren dieses Gelee und füttern damit grundsätzlich erst einmal alle Bienen die noch im Larvenstadium sind. Bei Arbeiterbienen wird die Fütterung mit diesem Gelee nach drei Tagen ausgesetzt. Wenn die Bienen aber eine Königin heranziehen wollen, dann wird eine Larve bis zu Ihrer Verdeckelung mit Gelee Royale gefüttert (also einige Tage länger). Während eine Arbeiterin im Sommer zwischen 4 und 6 Wochen alt wird (Winterbienen werden bis zu 9 Monaten alt) wird die Königin (wenn der Imker sie lässt) bis zu 5 Jahren alt. Sie wird ihr ganzes Leben mit Gelee Royale gefüttert. Schließlich leistet sie Höchstarbeit: sie kann in der Trachtzeit bis zu 2.000 Eier am Tag legen und sichert somit das Überleben des Bienenvolkes.

Viele schliessen daraus, dass Gelee royale auch beim Menschen lebensverlängernd und leistungsfördernd wirkt. Nun, keine einzige Studie hat dies belegen können. Fakt ist jedoch: Gelee Royale ist eine echte Vitamin- und Protein-"Bombe".

Hier die wesentlichen Inhaltsstoffe:

Gelée royale enthält u. a. Kohlenhydrate, Eiweiß, B-Vitamine und Spurenelemente. Die wichtigsten Inhaltsstoffe sind:

  • 60-70% Wasser
  • 10-23% Zucker
  • 9-18% Proteine und Aminsosäuren
  • 4-8% Fette

und weiterhin: Riboflavin,Thiamin, Niacin, Pyridoxin, Biotin, Folsäure, Pantothensäure, Biopterin, Sterine, Juvenilhormon, Neopterin, Spurenelemente und Mineralstoffe, sowie 4-Hydroybenzoesäuremethylester als natürliches Konservierungsmittel (Quelle: wikipedia)

Gelee royale wird vor allem im asiatischen Raum, insbesondere China, in dafür speziell ausgestatten Imkereien produziert. Dabei werden die jungen Königinnenlarven aus der Weiselzelle entnommen und das Gelee entfernt. Die Bienen suchen sich daraufhin eine neue Larve aus, die sie mit Gelee royale füttern. Einige Tage später wird auch diese Larve vom Menschen getötet und das Gelee entnommen. Daher lehnen viele naturnahe Imker und auch viele Verbraucher diese Art der Gelee-Gewinnung ab. Denn durch die Entnahme der Königinnenlarve wird das Bienenvolk in eine extreme Stresssituation versetzt und das Gleichgewicht des Volkes massivst gestört. Nun ist das Gleichgewicht eines Bienevolkes keine esoterische Lachnummer. Bei einem Ungleichgewicht in einem Bienenvolk reduziert sich die Erntemenge von Honig drastisch.

Gelegentlich kann der Verzehr von Gelee royale auch intensive Allergien auslösen: Asthma, Erbrechen, Durchfall, Blutdruckabfall. In einigen Fällen wurde sogar ein lebensbedrohender anaphylaktischer Schock beobachtet.

Wir von honeyfaktur lehnen daher die, den Bienen aufgezwungene, Produktion, sowie das In-Verkehr-bringen von Gelee royale-Produkten grundsätzlich ab.

Propolis

Im Unterschied zu Gelee royale, dessen lebensverlängernde oder gesundheitsfördernde Wirkung nie nachgewiesen wurde, ist Propolis tatsächlich ein sagenhaftes Produkt.

Was genau ist Propolis? Man nennt es auch Kittharz oder Kittwachs und wird von den Bienen für vielfältigste Einsätze gesammelt:

Propolis hat antimikrobielle, antivirale und antioxidative Wirkstoffe (bitte Details bei Wikipedia oder Fachliteratur nachlesen). In einem Bienenstock herrscht auf engem Raum eine Temperatur von bis zu 35 Grad und recht hoher Luftfeuchtigkeit. Idealer Raum für die Verbreitung von Krankheitserregern. Bienen nutzen daher als Selbstschutz Propolis zum Stopfen von kleinen Löchern in den Beuten (Magazin oder Bienenhaus) oder zum Hemmen oder Töten von bereits eingeschleppten Bakterien, Pilzen oder Mikroorganismen. Auch können größere Objekte wie z.B. eingedrungene (und später tote) Insekten mit diesem Kittharz einbalsamiert werden, so dass keine Verwesung stattfinden kann.

Innerlich wird Propolis beim Menschen als Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten und zur Stärkung des Immunsystems genutzt. Äußerlich gegen viele verschiedene Entzündungen, Reizungen der Haut und als Schutz vor Infektionen eingesetzt.

Ich selbst kann sagen: mir hilft es und es schädigt nicht die Bienen bei Entnahme /Abkratzen von Propolis.

Blütenpollen

Was sind Blütenpollen? Blütenpollen werden von den Bienen von verschiedenen Trachtpflanzen gesammelt und dienen (neben Honig) als Nahrungsquelle für die Bienen. Blütenpollen, manchmal auch als Blütenstaub bezeichnet (lat. pollen= feiner Staub), ist die Haupteiweißquelle für den Bienennachwuchs. Für die Bienen selbst ist der Pollen ein wichtiger Fett- und Eiweißlieferant. Die Bienen sammeln die mikroskopisch kleinen Pollenzellen und reichern ihn mit Nektar und Speichel an. Aus dem ursprünglichen Blütenstaub wird dadurch dann das Pollengranulat, dass wohl viele kennen. Die Bienen transportieren den Blütenpollen an den sog. Pollenhöschen an den Hinterbeinen und fliegen ihn zum Bienenstock, wo er erst einmal eingelagert wird.

Blütenpollen ist, ähnlich wie Gelee royale, eine "Nährstoffbombe". Der Pollen ist ein Konzentrat aus Fett, Eiweiß, Vitaminen, Kohlenhydraten, Fermenten, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Im Einzelnen:

  • B- Vitamine (B1,B2,B6)
  • die wasserlöslichen Vitamine Ascorbinsäure, Biotin, Folsäure, Niazin, Panthotensäure
  • die fettlöslichen Vitamine A, D und E
  • Mineralstoffe und Spurenelemente wie: Kalium, Kalzium und Eisen
  • sowie Enzyme, Bioflavonoide und weitere antibiotische Substanzen

Alle 28 Mineralien die sich im menschlichen Körper befinden und teilweise lebenwichtig sind, sind auch im Blütenpollen enthalten (wobei die prozentuale Gewichtung schwankt). Quelle der Beschreibung ist das Buch von Dr. med. Stangaciu und Elfi Hartenstein: "Sanft heilen mit Bienenprodukten", das ich Ihnen wärmstens empfehlen kann.

Generell kann man also sagen: Blütenpollen scheint gesund zu sein. Natürlich kommt jetzt ein Aber:

1. manche Menschen reagieren allergisch auf die Einnahme von Blütenpollen (in welcher Form auch immer). Ich kann nur raten: besprechen sie die Einnahme von Blütenpollenpräparaten vorher mit Ihrem Arzt.

2. Wie Blütenstaub selbst, also der Blütenstaub, der bei vielen Menschen Allergien (Heuschnupfen) auslöst, kann auch Blütenpollen hohe Rückstände an Pflanzenschutzmitteln beinhalten. Daher bitte Vorsicht bei der Auswahl von Pollenpräparaten.

3. Vergessen Sie bitte nicht, dass Honig selbst einen hohen Anteil an den gleichen Inhaltsstoffen hat wie Blütenpollen. Wer also gesund leben möchte, sollte einfach nur Honig essen, am besten aus der eigenen Region.

Ich hoffe, dass die Info´s zu den genialen Bienenprodukten Gelee royale, Propolis und Blütenpollen ein wenig Licht ins Dunkel gebracht haben. Es ist ein sehr komplexes und faszinierendes Thema.

Aus Gründen der Eigenabsicherung: die o.a. Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung und sind kein "Ernährungsberater".

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